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Parteien zur Wahl

Parteien zur Wahl 

Baukindergeld / Familienförderung /Grunderwerbsteuer 

empirica: Grundsteuer C statt Baukindergeld 

Das Beratungsinstitut empirica sieht in einem Baukindergeld, für das CDU/CSU und SPD mit Blick auf die Bundestagswahlen im Herbst plädieren, eine "preistreibende und bürokratische Zulage". Sie wecke Begehrlichkeiten bei Bauträgern und Grundstückseigentümern, heißt es, sprich: werde wohl von diesen Akteuren abgeschöpft, so dass Förderberechtigte letztlich nicht entlastet würden. Dem entsprechend zahle, wer aufgrund eines zu hohen Verdienstes oder Kinderlosigkeit nicht gefördert werde, gegenüber dem Status quo womöglich drauf. Auch eine Senkung der Grunderwerbsteuer hält empirica nicht für zielführend, sondern in erster Linie das Schaffen von zusätzlichem Bauland. Sinnvoll sei daher eine Grundsteuer C. Diese Steuer soll Grundstücksspekulanten unter Druck und infolgedessen mehr Flächen in die Bebauung bringen. Erreicht würde das, indem Wohnungsbaugrundstücke, die nicht bebaut werden, höher besteuert werden als bebaute Wohngrundstücke. 

Quelle: Immobilienzeitung vom 11.07.2017 

Das ist ganz schön klug und richtig. Subventionen landen meistens nicht da, wo sie eigentlich landen sollten. Das gilt für diesen Ansatz genauso, wie für die sogenannte Pendlerpauschale, die letztlich dazu führt, dass an Stellen Wohnungen und Einfamilienhäuser gebaut werden, wo Sie eigentlich nicht hingehören. Staus und späterer überraschender Minderwert sind die folgen. Das Baukindergeld würde natürlich gerade Schwellenhaushalten den Erwerb einer Immobilie ermöglichen (Eigenkapitalersatzdarlehn). Allerdings würde dieses Geld auch sofort in die Kalkulation eingepreist. Sympathisch finde ich die Überlegung, einen Grundsteuerfreibetrag für bestimmte Einkommensgruppen einzuführen und diesen über die Abschaffung von Sharedeals zu finanzieren. Der heftige Immobilienhandel unter den Wohnungsgesellschaften ist ja nur möglich, weil diese keine Grunderwerbsteuer bezahlen müssen und schon nach kurzer Zeit Buchgewinne realisieren. Es ist auch unter dem Aspekt der Steuergerechtigkeit überhaupt nicht einzusehen, dass nur ein geringer Personenkreis (Gesellschafter / Aktionäre) von diesem Steuerprivileg profitiert. SWB 

Bestellerprinzip  

 "Der IVD ist gegen ein Bestellerprinzip beim Kauf per Gesetz. Wir erwarten, dass die SPD dieses Vorhaben streicht, denn es ist abwegig und spiegelt in keiner Weise die Realität wider. Offenbar geleitet von der Fehlvorstellung, dass die Situation bei Kaufimmobilien ähnlich sei wie bei der Vermietung, hat die SPD diesen falschen Weg eingeschlagen", so Schick. Anhand folgender Punkte skizziert der IVD die Folgen für den Verbraucher und den Markt. 

  • Kaufpreise erhöhen sich - Provision wird eingerechnet 
  • Kaufinteressent erhält keine Beratung mehr 
  • Grunderwerbsteuer-Spirale dreht sich weiter nach oben 

 

Quelle: http://ivd.net/warum-die-einfuehrung-eines-bestellerprinzips-fuer-den-kauf-von-immobilien-ein-irrweg-waere/ 

 

Ich habe da eine andere Meinung. 

Man sollte das Bestellerprinzip mit einer Art Honorarordnung verbinden, dann wäre nur noch die Qualität der Maklerleistung für die Auftragsvergabe maßgeblich. Dumping-Makler ohne Ahnung und Service würden schnell aussortiert. 

Ein Käufer, der sich beraten lassen will, kann selbst entscheiden, ob er den beauftragten Makler als Berater engagieren und honorieren will oder einen anderen Makler als Berater einschalten möchte. Dann stehen sich Fachleute auf Augenhöhe gegenüber und können den Kaufvertrag im Sinne Ihrere Auftraggebeber verhandeln und vorbereiten. Ausländischen Investoren ist es beispielsweise unverständlich, dass Sie auch den Makler der Gegenseite bezahlen sollen. Und dazu noch den Berater ihres Vertrauens. 

Der Interessenkonflikt des Maklers bei beidseitiger Beauftragung und Honorierung ist doch unübersehbar: Die eine Seite will möglichst wenig bezahlen, die andere will möglichst viel bekommen. Und alle wollen einen Abschluss. Die Situation, dass der Makler aufgrund seiner Kenntnisse über die Stärke des jeweiligen Verlangens/Interesses der Parteien und der Wettbewerbssituation bestens Bescheid weiß, kann sehr wohl dazu führen, dass die eine Seite abschlussorientiert übervorteilt wird. Das ist menschlich und nachvollziehhbar. 

Wir streben daher grundsätzlich die Beauftragung von nur einer Seite an und sind dabei auch bereit, die insgesamt an uns auszukehrende Provision zu reduzieren. Damit lösen wir auch Probleme, die im Zusammenhang mit der Ausweitung des Widerrufsrechtes und der Geldwäsche-Gesetzgebung entstanden sind. Aus unserer Sicht entsteht dadurch eine Win-Win-Win Situation für Käufer, Verkäufer und Makler. 

 

 

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